Der Körper baut Alkohol nur langsam und relativ konstant ab – im Durchschnitt etwa 0,1–0,2 ‰ pro Stunde, was ungefähr einer Standardmenge von rund 11 g reinem Alkohol entspricht. Wenn du den Abend zum Beispiel mit 1,3 ‰ gegen Mitternacht beendest, kannst du bei einem eher langsamen Abbau von rund 0,1 ‰ pro Stunde um 8 Uhr morgens rechnerisch noch bei etwa 0,5 ‰ liegen – also genau an der deutschen Grenze von 0,5 ‰. Weder Schlaf, Kaffee, kalte Dusche noch ein großes Frühstück beschleunigen diesen Prozess – nur Zeit senkt die Promille.
In Deutschland gilt für erfahrene Fahrerinnen und Fahrer eine Promillegrenze von 0,5 ‰; bereits ab etwa 0,3 ‰ kann aber bei Auffälligkeiten von „relative Fahruntüchtigkeit" ausgegangen werden. Für Fahranfänger in der Probezeit, Personen unter 21 Jahren sowie in der Regel für Berufsfahrer gilt eine 0,0‑Promille‑Grenze – jede nachweisbare Restalkoholmenge kann hier eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat darstellen. Die Polizei führt – insbesondere an Wochenenden und rund um Feier‑ und Karnevalszeiten – verstärkt Alkoholkontrollen durch, bei denen auch „Morgen‑danach‑Fahrten" häufig auffallen. Nutze den Promillerechner daher nur als grobe Orientierung, plane immer mindestens 1–2 Stunden zusätzliche Sicherheitsreserve ein und lass das Auto stehen, sobald du unsicher bist.